Archived entries for visuelle Suche

Visuelle Exploration digitaler Datenbestände –
Harald Reiterer

In diesem Paper stellt Harald Reiterer allgemeine Erfahrungen bei der Konzeption und Entwicklung von Wissensmedien (Knowledge Media) zusammen. Dabei werden erst allgemeine Inhalte besprochen bevor das System VisMeB vorgestellt und erläutert wird.

Von digitalen Datenräumen zum Wissen

  • Der Prozess der Wissensverarbeitung kann nach Reiterer grob in vier Phasen unterteilt werden. Diese sind die Informationsbeschaffung (Suche/acquire information), die Auswertung und Aufbereitung der Daten (Zusammenführen von verschiedenen Datenquellen, Extrahieren der Informationen aus den Daten/make sense of it), das Erstellen eines neuen Wissensartefakts (ein neues Buch, ein neuer Vortrag/create something new) und die Weiterverarbeitung des neues Wissensartefakts (Halten eines Vortrags/act on it)
  • Ein außerhalb des (digitalen) Arbeitsplatzes des Wissensverarbeiters (Information Workspace) liegender Bereich wird oft als Informationsraum (Infosphere) bezeichnet.
  • Innerhalb des Workspace spielen sogenannte visuelle Wissenswerkzeuge (Visual Knowledge Tools) eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um spezielle Werkzeuge, die vor allem bei der Auswertung und Aufbereitung von Daten helfen, in dem sie bestimmte visuelle Schemata anbieten, die beispielsweise einen schnellen Vergleich von Daten oder das Erkennen von Ähnlichkeiten bzw. Besonderheiten innerhalb eines Datenbestandes ermöglichen.

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Zoombasiertes Interaktionskonzept für die Suche
in großen, heterogenen Bilddatenbanken –
Fredrik Gundelsweiler, Harald Reiterer

In diesem Paper beschäftigen sich Gundelsweiler und Reiterer mit der Suche in Bilddatenbanken. Dafür werden erstmal bereits bestehende Bildsuchmaschinen analysiert. Dann werde Folgerungen aus der Analyse gezogen und später werden Ansätze für eine neuartige Bildersuche vorgestellt.

Die beiden Autoren stellen fest, dass es eine Menge von Theorien zur Informationssuche gibt. Allen Theorien ist aber gemein, dass die Suche meistens ein iterativer Prozess ist, die in ihrem Verlauf immer weiter verfeinert wird. Dann wird festgehalten, dass es eine explorierende Suche zum Verschaffen eines Überblicks gibt, genauso wie eine zielgerichtete Suche. Aus den beiden Feststellungen leiten die Autoren ab, dass der Nutzer die Suche immer beeinflussen können sollte. Des Weiteren wird erläutert, dass sich zoombasierte Interfaces besonders eignen damit sich der Nutzer ein Bild vom virtuellen Informationsraum machen kann. Dieses entspräche dann dem Verhalten in der realen Welt. Zur Untersuchung geht man an ein Objekt heran, verändert dann seinen Standpunkt und untersucht das nächste Objekt (zooming & panning).

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Visual and physical interaction design for
information services – Werner A. König

Werner A. König beschäftigt sich in seinem Paper mit dem Interaktionsdesign für Informationsdienste. Dabei stellt er vier essentielle Prinizipien für die Gestaltung von Informationssuchsystemen auf:
1. Mehrere Wege eine Suchanfrage zu formulieren
Weil der Nutzer sein Informationsbedürfnis nicht immer präzise formulieren kann, sollten ihm möglichst mehrere Wege angeboten werden um die Suchanfrage zu formulieren, z.B. Suchanfragen-Vorschau (visual query preview), Anfragenerweiterungstools und –verfeinerungstools (query expansion and refinement techniques).
2. Unterstützung unterschiedlicher Suchstrategien
Weil Nutzer beim analytischen und beim stöbernden Suchen unterschiedliche Strategien benutzen sollten Explorationsmöglichkeiten eingebaut werden, die beide Strategien unterstützen, z.B. Sortierungsmöglichkeiten (sorting possibilities) oder Filtermöglichkeiten (textual filtering possibilities) für analytisches Suchen und Zoom-Möglichkeiten (semantic zooming) zum explorierenden Suchen. Diese Dinge wurden berücksichtigt mit HyperGrid in MedioVis.
3. Zugriff auf möglichst viele verschiedene Informationsaspekte
Weil ein Buch mehr Informationen umfasst als den Buchtitel und den Autor, sollte dem Nutzer ermöglicht werden auf möglichst viele verschiedene Informationsaspekte zugreifen zu können. Dabei könnten die Beziehungen des Autors zu anderen Autoren wichtig sein oder die Periode in der das Buch geschrieben wurde. Dazu können auch MashUps oder Web 2.0-Anwendungen genutzt werden.
4. Suche als positives Erlebnis
Weil der Erfolg eines Produkts nicht mehr nur von seiner Funktionalität und Usability abhängt, sollte die Suche zu einem positiven Erlebnis gemacht werden. Dabei sollte das Augenmerk auf ästhetischer Gestaltung, Joy of Use und den anderen hedonischen Qualitäten liegen (Hassenzahl, 2000)

Anschließend fragt er sich welchen Mehrwert die digitalen Informationssuchsysteme gegenüber einem Besuch in der Bibliothek haben und ob sie diesen eventuell ersetzen können. Dabei macht König darauf aufmerksam, dass die Zusammenarbeit mit anderen durch die virtuellen Bibliotheken jedes einzelnen erleichtert werden könnte. Es können Zusammenhänge erkannt werden und sie können Diskussionsgrundlage sein. Hierbei liegt der Vorteil solcher virtuellen „Subbibliotheken“ darin, dass die Informationen mit anderen geteilt werden können.

Visualisierungen bei Internetsuchdiensten –
Thomas Weinhold, Bernard Bekavac, Sonja Hierl,
Sonja Öttl, Josef Herget

In diesem Kapitel von Dirk Lewandowskis Handbuch Internet-Suchmaschinen geht es um die Visualisierung von Ergebnislisten. Dabei werden aktuelle Suchdienste mit visueller Ergebnispräsentation untersucht.

Zuerst beschreiben die Autoren die Grundlagen der Ergebnisvisualisierung. Dabei stellen sie heraus, dass der Mehrwert in der Visualisierung komplexer Sachverhalte und Datenstrukturen darin liegt dem Nutzer Zusammenhänge sichtbar zu machen, so dass er ei Fazit daraus ziehen kann. Auf dem Weg dorthin müssen die Daten die Visualisierungspipeline durchschreiten. Diese setzt sich aus dem Filtering (Interpolation, Sampling, Clustering), dem Mapping (Wahl einer geeigneten Visualisierungstechnik mit Berücksichtigung von Farben und Formen) und dem Rendering (Erzeugung des Bildes) zusammen. Die Autoren stellen auch fest, dass die gestiegenen Nutzerbedürfnisse im Bereich des explorativen Information Retrieval die steigende Anzahl der visuellen Ergebnispräsentationen beeinflusst. Dabei erklären sie, dass der Nutzer oftmals ein allgemeines Interesse an einem Thema hat, welches er weiter vertiefen möchte, und seine Fragestellung eher vage ist. Für Suchmaschinen mit visueller Ergebnispräsentation gibt es, laut den Autoren, zwei unterschiedliche Typen. Zum einen gibt es Suchmaschinen, die mit der Visualisierung eine Hilfestellung im Retrievalprozess geben, und zum anderen gibt es Suchmaschinen, die mit der Visualisierung einen bestimmten Zweck ermöglichen. Dabei ist der Typ der Visualisierung entscheidend und vom konkreten Anwendungskontext abhängig.

Viele Beispiele für visuelle Suchmaschinen folgen. Continue reading…

Visuelle Suche über Farben

Retrievr ist eine Suchmaschine, über die man mit Hilfe von eigenen Zeichnungen Bilder finden kann. Man kann links in einem Fenster die Anmutung und Stimmung eines Bildes mit Farben visualisieren. Was die Suchengine daraus liefert ist eine Palette an Bildern von flickr, die eine ähnliche Farbverteilung in ihrem Bild aufweisen. (zur Website)

retrievr

moma – design and the elastic mind

Für die Ausstellung „design and the elastic mind“ im moma wurde ein elastisches Interface entwickelt. Über ein einfaches Suchfeld können einzelnen Exponate gefunden werden. Das Besondere daran ist, dass gleichzeitig Zusammenhänge zwischen den Einträgen argestellt werden. Über Linien werden z.B. die Objekte miteinander verbunden, die sich mit dem Thema „web“ beschäftigen. (moma elastic mind).

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MACE – interessante Suchen

Bei MACE handelt es sich um ein von der EU gefördertes Projekt. Metadata for Architectural Contents in Europe werden dabei gebündelt. Interessant sind hierbei die Suchmethoden, die auf der Projektwebsite portal.mace-project.eu genutzt werden.

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Die Elastic Lists und auch die „Wortbaum-Suche“ wurden von Moritz Stefaner entwickelt.

zoomii.com

zoomii.com ist ein Webdienst zur visuellen Suche von Büchern auf amazon.com. Als eingeloggter Nutzer kann man hier sein eigenes Bücherregal einrichten, und wenn man nicht eingeloggt ist, kann man durch die Sammlungen anderer stöbern. Die Regale sind gegliedert in verschiedene Generes. Darunter z.B. Art, Architecture, Politics, etc. Außerdem gibt es einen Bereich mit Neuerscheinungen, Bestsellers, Comming-Soons und Bestsellern. Durch zoom-in bzw. durch Eingabe eines Suchbegriffes kann man verschiedene Bücher in ihrer Detailansicht begutachten. Zuletzt angesehene Bücher werden in einer sog. Watchlist gespeichert. Damit lässt sich der persönliche Suchverlauf gut nachvollziehen. Interessante Bücher können in den Warenkorb geschmissen werden oder auf eine Wunschliste hinzugefügt werden. (zoomii.com)

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oSkope

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amaznode

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amaznode_detailansicht

Bei amaznode werden die Beziehungen zwischen Büchern dargestellt. Hierzu werden die statistischen Daten aus der Rubrik „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ herangezogen. So bekommt der Nutzer ein Gefühl dafür wie Bücher miteinander verknüpft sind. Continue reading…



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