Archived entries for Theorie Suchstrategien

Web Information Retrieval –
Technologien zur Informationssuche im Internet –
Dirk Lewandowski

In diesem Buch gibt es für uns einige interessante Hinweise auf das Nutzerverhalten im Umgang mit Suchmaschinen im Internet. Weiterhin werden Ansätze diskutiert wie Suchmaschinen in Zukunft verbessert werden können.

Nutzerverhalten

  • Die Auswertung der Nutzerumfrage sowie von 400 zufällig gewählten Anfragen aus dem query log ergab, dass sich die Anfragen der AltaVista-Nutzer zum Untersuchungszeitpunkt folgendermaßen aufteilten: zwischen 20 und 24,5 Prozent der Anfragen waren navigationsorientierte Anfragen, zwischen 39 und 48 Prozent informationsorientiert und zwischen 22 und 30 Prozent transaktionsorientiert. [nach Broder, A. (2002): A taxonomy of web search. SIGIR Forum 36(2). http://www.acm.org/sigir/forum/F2002/broder.pdf [12.7.2004]]
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Grundbegriffe des Information Retrieval –
Wolfgang G. Stock

In seinem Buch Information Retrieval erklärt Wolfgang G. Stock im 5. Kapitel die Grundbegriffe des Information Retrieval.

Informationsbedarf vs. Informationsbedürfnis
Von Informationsbedarf ist immer dann die Rede wenn objektiv das Fehlen gewissen Informationen gemeint ist. Von Informationsbedürfnis wird hingegen gesprochen wenn die konkrete Situation beim suchenden Subjekt betrachtet wird.

CIN vs. POIN
Von einem Concrete Information Need (Faktenfrage) ist immer dann die Rede wenn der Informationsbedarf konkret ist und durch das Finden einer einzelnen Information befriedigt wird. Wird der Informationsbedarf nicht durch eine einzelne Information gedeckt, sondern sind viele Informationen notwendig, die gesammelt werden müssen, so spricht man von einem Problem Oriented Information Need (Problemorientierte Frage).

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Wissenschaftliche Dokumente in Suchmaschinen –
Dirk Pieper, Sebastian Wolf

In diesem Kapitel aus Dirk Lewandowskis Handbuch Internet-Suchmaschinen wird untersucht in wie weit normale oder spezielle Suchmaschinen für das Auffinden wissenschaftlicher Dokumente geeignet sind. Dazu betrachten die beiden Autoren die allgemeinen Suchmaschinen Google und Yahoo. Als spezielle Suchmaschinen für wissenschaftliche Dokumente werden BASE, Google Scholar, OAIster, Scientific Commons und Scirus untersucht.

Pieper und Wolf ziehen das Fazit, dass allgemeine Suchmaschinen für die Suche nach wissenschaftlichen Dokumenten nur bedingt geeignet sind. Zum einen weil es schwierig ist sie aus der Trefferliste herauszufiltern und zum anderen weil oftmals die Dokumente gar nicht angezeigt werden obwohl sie indiziert sind. Für die speziellen Suchmaschinen wird das Fazit gezogen, dass diese wertvolle Hinweise auf spezielle Dokumente liefern. Allerdings sollte auch in Zukunft in mehreren speziellen Suchmaschinen gesucht werden, da die Trefferübereinstimmung sehr gering ist.

Für unsere Arbeit ist dabei interessanter welche Einstellungs- und Suchmöglichkeiten die einzelnen Suchmaschinen haben. Deshalb werden nur die Vor- und Nachteile der einzelnen Suchmaschinen aufgeführt. Continue reading…

Visualisierungen bei Internetsuchdiensten –
Thomas Weinhold, Bernard Bekavac, Sonja Hierl,
Sonja Öttl, Josef Herget

In diesem Kapitel von Dirk Lewandowskis Handbuch Internet-Suchmaschinen geht es um die Visualisierung von Ergebnislisten. Dabei werden aktuelle Suchdienste mit visueller Ergebnispräsentation untersucht.

Zuerst beschreiben die Autoren die Grundlagen der Ergebnisvisualisierung. Dabei stellen sie heraus, dass der Mehrwert in der Visualisierung komplexer Sachverhalte und Datenstrukturen darin liegt dem Nutzer Zusammenhänge sichtbar zu machen, so dass er ei Fazit daraus ziehen kann. Auf dem Weg dorthin müssen die Daten die Visualisierungspipeline durchschreiten. Diese setzt sich aus dem Filtering (Interpolation, Sampling, Clustering), dem Mapping (Wahl einer geeigneten Visualisierungstechnik mit Berücksichtigung von Farben und Formen) und dem Rendering (Erzeugung des Bildes) zusammen. Die Autoren stellen auch fest, dass die gestiegenen Nutzerbedürfnisse im Bereich des explorativen Information Retrieval die steigende Anzahl der visuellen Ergebnispräsentationen beeinflusst. Dabei erklären sie, dass der Nutzer oftmals ein allgemeines Interesse an einem Thema hat, welches er weiter vertiefen möchte, und seine Fragestellung eher vage ist. Für Suchmaschinen mit visueller Ergebnispräsentation gibt es, laut den Autoren, zwei unterschiedliche Typen. Zum einen gibt es Suchmaschinen, die mit der Visualisierung eine Hilfestellung im Retrievalprozess geben, und zum anderen gibt es Suchmaschinen, die mit der Visualisierung einen bestimmten Zweck ermöglichen. Dabei ist der Typ der Visualisierung entscheidend und vom konkreten Anwendungskontext abhängig.

Viele Beispiele für visuelle Suchmaschinen folgen. Continue reading…

Universal Search – Sonja Quirmbach

In diesem Buchkapitel aus Dirk Lewandowskis Handbuch Internet-Suchmaschinen beschäftigt sich Sonja Quirmbach damit wie dem Nutzer Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen zusammen präsentiert werden können und sollten. Zu diesen Suchergebnissen aus anderen Quellen können Nachrichten, lokale Ereignisse mit Kartenausschnitten, Bilder, Musik (komplette Alben und populäre Tracks), Aktienkurse, Videos, Blogs und Produktlinks gehören.

Hierbei spielt, laut Quirnbach, das Phänomen der „Tab-Blindness“ eine entscheidende Rolle. Das besagt, dass Links, die oberhalb der generierten Suchergebnisse präsentiert werden, vom Nutzer einfach übersehen werden auch wenn sie diesen in der Suche entscheidend voran bringen könnten. Sie stellt fest, dass es für die Einbindung dieser Daten zur Zeit zwei Konzepte gibt: die Präsentation der Daten außerhalb der Ergebnisliste und die Präsentation innerhalb der Ergebnisliste.

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The design of browsing and berrypicking
techniques for the online search interface –
Marcia J. Bates

Marcia J. Bates stellt in diesem Artikel ihre Theorie des „Berrypicking Model“ vor, die auch in der Diplomarbeit von Sven Frankmölle erwähnt und erläutert wird. Dafür betrachtet sie erst das klassische Information Retrieval Model und stellt dann ihr eigenes Berrypicking Modell vor. Dieses orientiert sich viel mehr am Suchverhalten der Nutzer einer Suchmaschine als das klassische Modell. Danach werden Suchstrategien (footnote chasing, citation searching, journal run, area scanning, subject searches in bibliographies and abstracting and indexing services, author searching) nach Ellis und Stoan dargestellt. Danach erläutert Marcia J. Bates wie die Suchstrategien in einem Interface, das das Berrypicking Modell unterstützt, umgesetzt werden können bzw. welche Features dem Nutzer an die Hand gegeben werden sollten.

Die entscheidenden Stellen des Dokuments sind im PDF farblich gekennzeichent.

Where should the person stop and the information
search interface start? – Marcia J. Bates

Dieser Artikel ist die Grundlage für die in Sven Frankmöllers Diplomarbeit erläuterten Theorie von Marcia J. Bates zum Thema Suchaktivitäten und Systemintegration. Moves, Taktiken, Stratageme und Strategien werden hier beschrieben. Ebenso werden die verschiedenen Level der Systemintegration und aus beiden folgenden Empfehlungen dargestellt.

Wichtige Stellen sind im PDF in der Dropbox farbig markiert.

Entwicklung eines Konzeptes für einen
Recherchearbeitsplatz am Beispiel des
Fachportals Pädagogik – Marion Sievers

In ihrer Masterarbeit beschäftigt sich Marion Sievers mit dem fachportal-paedagogik.de. Sie beschreibt zunächst die Geschichte des Information Retrieval und geht anschließend näher auf die Modelle der Informationssuche ein. Dabei beschreibt sie einmal das Modell nach Ellis und das Modell nach Kuhlthau. Ellis hat demnach sechs Kategorien (Starting, Chaining, Browsing, Differentiating, Monitoring und Extracting) der Information Behaviour festgelegt. Kalbach erweitert Ellis Theorie noch um die Kategorie Searching und Meho und Tibbo erweitern das Modell noch um die Kategorie Information Managing. Dann werden für die Funktionsmerkmale für die Kategorien erläutert. Dann werden Kuhlthaus Phasen des Suchprozesses erläutert. Sie zerlegt die Suche in sechs Phasen (Initiation, Selection, Exploration, Formulation, Collection und Presentation).
Anschließend analysiert Sievers das Fachportal, stellt Szenarien zur Suche in diesem Portal vor und präsentiert eine qualitative Befragung zum Thema. Im Anschluss werden Beispiellösungen von bestehenden Informationssystemen vorgestellt um letztendlich ein Gestaltungskonzept für das fachportal-paedagogik.de entwickeln.

Achtung
Interessant können vor allem die Auswertung der qualitativen Interviews für unsere weitere Arbeit sein. Diese sollten nochmal durchgelesen werden in der Konzeptions- und Gestaltungsphase. Ebenfalls sind die bereits vorhandenen Lösungen anderer Informationssysteme interessant. Hier werden bereits viele Hinweise zur Lösung diverser Probleme vorgestellt.

Ein Extract für den Theorieteil dieser Masterarbeit befindet sich in der Dropbox.

S. Hänel: Unterschiedliche Visualisierungen von
Verbindungen und Ähnlichkeiten zu und zwischen
Ressourcen

Sarah untersucht in ihrer Studienarbeit die Visualisierung verschiedener Suchmaschinen auf ihre Qualität in Bezug auf verschiedene Aufgaben. Dazu klärt sie erst wie Entscheidungen getroffen werden. Dann definiert sie die Begrifflichkeiten zum Thema Verbindungen zwischen Informationen. Danach definiert sie für sich ihre Untersuchungskriterien um abschließend die verschiedenen Suchmaschinen zu untersuchen.

Hier eine kleine Zusammenfassung des Theorieteils:

Entscheidungen
Es gibt Auswahlentscheidungen („wenn wir mehrere Alternativen miteinander Vergleichen und eine davon auswählen“, Wirth) und sequentielle Entscheidungen („Sie betreffen die Frage, ob man an dem erreichten Punkt einer Kette von Schritten weiter fortfahren, abbrechen oder ein alternatives Ziel verfolgen möchte.“, Wirth) Continue reading…

Daniel A.Keim: Information Visualization and
Visual Data Mining

In dem von ihm veröffentlichten Paper klärt Keim über die Vorteile explorativer Datenvisualisierungsformen auf. Grundsätzlich gliedert der den Prozess der Datenvisualisierung in drei Schritte:

  • Dem Nutzer einen Überblick über die Daten geben
  • Dem Nutzer die Möglichkeit geben, für ihn interessante Bereiche herauszupicken (z.B. durch Zoom oder Filter)
  • Dem Nutzer die Möglichkeit geben, Details über bestimmte Datensätze anzufordern (details on demand)

Weiterhin erläutert er in seinem Paper verschiedene Techniken um Daten zu strukturieren. Techniken, zur

  • Visualisierung der Daten,
  • Abfrage der Daten,
  • Interaktion mit den Daten durch den Nutzer.
Classification of Information Visualization Techniques

Classification of Information Visualization Techniques

Die unterschiedlichen Visualisierungstechniken, wie geometrical technique, icon technique, etc. stellt er in den Tutorial Notes vor. Ein Extract dieses Scripts mit vielen Beispielen gibts hier.

Bearbeitetes PDF von Keims Paper gibts hier.



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