Archived entries for Extract

Visualisierungen bei Internetsuchdiensten –
Thomas Weinhold, Bernard Bekavac, Sonja Hierl,
Sonja Öttl, Josef Herget

In diesem Kapitel von Dirk Lewandowskis Handbuch Internet-Suchmaschinen geht es um die Visualisierung von Ergebnislisten. Dabei werden aktuelle Suchdienste mit visueller Ergebnispräsentation untersucht.

Zuerst beschreiben die Autoren die Grundlagen der Ergebnisvisualisierung. Dabei stellen sie heraus, dass der Mehrwert in der Visualisierung komplexer Sachverhalte und Datenstrukturen darin liegt dem Nutzer Zusammenhänge sichtbar zu machen, so dass er ei Fazit daraus ziehen kann. Auf dem Weg dorthin müssen die Daten die Visualisierungspipeline durchschreiten. Diese setzt sich aus dem Filtering (Interpolation, Sampling, Clustering), dem Mapping (Wahl einer geeigneten Visualisierungstechnik mit Berücksichtigung von Farben und Formen) und dem Rendering (Erzeugung des Bildes) zusammen. Die Autoren stellen auch fest, dass die gestiegenen Nutzerbedürfnisse im Bereich des explorativen Information Retrieval die steigende Anzahl der visuellen Ergebnispräsentationen beeinflusst. Dabei erklären sie, dass der Nutzer oftmals ein allgemeines Interesse an einem Thema hat, welches er weiter vertiefen möchte, und seine Fragestellung eher vage ist. Für Suchmaschinen mit visueller Ergebnispräsentation gibt es, laut den Autoren, zwei unterschiedliche Typen. Zum einen gibt es Suchmaschinen, die mit der Visualisierung eine Hilfestellung im Retrievalprozess geben, und zum anderen gibt es Suchmaschinen, die mit der Visualisierung einen bestimmten Zweck ermöglichen. Dabei ist der Typ der Visualisierung entscheidend und vom konkreten Anwendungskontext abhängig.

Viele Beispiele für visuelle Suchmaschinen folgen. Continue reading…

Universal Search – Sonja Quirmbach

In diesem Buchkapitel aus Dirk Lewandowskis Handbuch Internet-Suchmaschinen beschäftigt sich Sonja Quirmbach damit wie dem Nutzer Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen zusammen präsentiert werden können und sollten. Zu diesen Suchergebnissen aus anderen Quellen können Nachrichten, lokale Ereignisse mit Kartenausschnitten, Bilder, Musik (komplette Alben und populäre Tracks), Aktienkurse, Videos, Blogs und Produktlinks gehören.

Hierbei spielt, laut Quirnbach, das Phänomen der „Tab-Blindness“ eine entscheidende Rolle. Das besagt, dass Links, die oberhalb der generierten Suchergebnisse präsentiert werden, vom Nutzer einfach übersehen werden auch wenn sie diesen in der Suche entscheidend voran bringen könnten. Sie stellt fest, dass es für die Einbindung dieser Daten zur Zeit zwei Konzepte gibt: die Präsentation der Daten außerhalb der Ergebnisliste und die Präsentation innerhalb der Ergebnisliste.

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Standards der Ergebnispräsentation –
Lewandowski/Höchstötter

Dieses Kapitel aus dem Handbuch Internet-Suchmaschinen beschäftigt sich mit der Ergebnispräsenation von Suchmaschinen. Dabei stellen die Autoren fest, dass die bisherigen Ergebnispräsentationen einerseits das Nutzerverhalten prägen und andererseits auf das Nutzerverhalten reagieren.
Als erstes stellen Lewandowski und Höchstötter die Elemente der Trefferseiten vor. Dabei unterteilen sie die Ergebnisseiten in einen sichtbaren und einen unsichtbaren Teil. Der unsichtbare Teil ist dabei der Teil, der erst durch Scrollen des Nutzers zum Vorschein kommt. Weiterhin werden die Elemente auf einer Ergebnisliste – Anzeigen, Hinweise auf weiterführende Kollektionen, Shortcuts, direkte Treffer aus anderen Kollektionen, Vorschläge zur Einschränkung/Erweiterung der Suchanfrage und reguläre Treffer – genannt. Dieser werden im weiteren Verlauf des Kapitels genauer unter die Lupe genommen. Alle folgenden Aspekte sind Thesen, die von Lewandowski und Höchstötter aufgestellt werden.

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The design of browsing and berrypicking
techniques for the online search interface –
Marcia J. Bates

Marcia J. Bates stellt in diesem Artikel ihre Theorie des „Berrypicking Model“ vor, die auch in der Diplomarbeit von Sven Frankmölle erwähnt und erläutert wird. Dafür betrachtet sie erst das klassische Information Retrieval Model und stellt dann ihr eigenes Berrypicking Modell vor. Dieses orientiert sich viel mehr am Suchverhalten der Nutzer einer Suchmaschine als das klassische Modell. Danach werden Suchstrategien (footnote chasing, citation searching, journal run, area scanning, subject searches in bibliographies and abstracting and indexing services, author searching) nach Ellis und Stoan dargestellt. Danach erläutert Marcia J. Bates wie die Suchstrategien in einem Interface, das das Berrypicking Modell unterstützt, umgesetzt werden können bzw. welche Features dem Nutzer an die Hand gegeben werden sollten.

Die entscheidenden Stellen des Dokuments sind im PDF farblich gekennzeichent.

Entwicklung eines Konzeptes für einen
Recherchearbeitsplatz am Beispiel des
Fachportals Pädagogik – Marion Sievers

In ihrer Masterarbeit beschäftigt sich Marion Sievers mit dem fachportal-paedagogik.de. Sie beschreibt zunächst die Geschichte des Information Retrieval und geht anschließend näher auf die Modelle der Informationssuche ein. Dabei beschreibt sie einmal das Modell nach Ellis und das Modell nach Kuhlthau. Ellis hat demnach sechs Kategorien (Starting, Chaining, Browsing, Differentiating, Monitoring und Extracting) der Information Behaviour festgelegt. Kalbach erweitert Ellis Theorie noch um die Kategorie Searching und Meho und Tibbo erweitern das Modell noch um die Kategorie Information Managing. Dann werden für die Funktionsmerkmale für die Kategorien erläutert. Dann werden Kuhlthaus Phasen des Suchprozesses erläutert. Sie zerlegt die Suche in sechs Phasen (Initiation, Selection, Exploration, Formulation, Collection und Presentation).
Anschließend analysiert Sievers das Fachportal, stellt Szenarien zur Suche in diesem Portal vor und präsentiert eine qualitative Befragung zum Thema. Im Anschluss werden Beispiellösungen von bestehenden Informationssystemen vorgestellt um letztendlich ein Gestaltungskonzept für das fachportal-paedagogik.de entwickeln.

Achtung
Interessant können vor allem die Auswertung der qualitativen Interviews für unsere weitere Arbeit sein. Diese sollten nochmal durchgelesen werden in der Konzeptions- und Gestaltungsphase. Ebenfalls sind die bereits vorhandenen Lösungen anderer Informationssysteme interessant. Hier werden bereits viele Hinweise zur Lösung diverser Probleme vorgestellt.

Ein Extract für den Theorieteil dieser Masterarbeit befindet sich in der Dropbox.

Strategien zur Suche in digitalen Bibliotheken –
Sven Frankmöller – Extract

In seiner Diplomarbeit „Strategien zur Suche in digitalen Bibliotheken“ erläutert Sven Frankmöller erstmal die Grundlagen der Suchstrategien nach Bates und Belkin.
Dabei geht er erst näher auf die Suchaktivitäten ein. Diese bestehen laut Bates aus Moves, Taktiken (Monitoring Tactics, File Structure Tactics, Search Formulation Tactics, Term Tactics und Idea Tactics), Stratagemen (Footnote Searching, Citation Searching, Journal Run, Area Scanning, Subject Search and Author Search) und Strategien.
Danach werden die von Bates beschriebenen Systemintegrationen erläutert. Diese sagen aus wie viele Aufgaben das System dem Nutzer abnehmen sollte. Dazu teilt sie die Systemintegration in fünf Ebenen ein. Bei Ebene 0 wird dem Nutzer vom System keine Hilfe angeboten. Continue reading…

S. Hänel: Unterschiedliche Visualisierungen von
Verbindungen und Ähnlichkeiten zu und zwischen
Ressourcen

Sarah untersucht in ihrer Studienarbeit die Visualisierung verschiedener Suchmaschinen auf ihre Qualität in Bezug auf verschiedene Aufgaben. Dazu klärt sie erst wie Entscheidungen getroffen werden. Dann definiert sie die Begrifflichkeiten zum Thema Verbindungen zwischen Informationen. Danach definiert sie für sich ihre Untersuchungskriterien um abschließend die verschiedenen Suchmaschinen zu untersuchen.

Hier eine kleine Zusammenfassung des Theorieteils:

Entscheidungen
Es gibt Auswahlentscheidungen („wenn wir mehrere Alternativen miteinander Vergleichen und eine davon auswählen“, Wirth) und sequentielle Entscheidungen („Sie betreffen die Frage, ob man an dem erreichten Punkt einer Kette von Schritten weiter fortfahren, abbrechen oder ein alternatives Ziel verfolgen möchte.“, Wirth) Continue reading…

Mit Web 2.0 zum Online-Katalog der nächsten
Generation – Fabienne Kneifel – Zusammenfassung

Fabienne Kneifel untersucht in ihrer Masterarbeit welche Web 2.0-Elemente für einen Katalog 2.0 in Frage kämen. Sie nimmt eine Nutzerbefragung in der Stadtbücherei Frankfurt am Main vor und entwickelt anschließend ein Konzept für einen Katalog 2.0. Hier folgt jetzt eine kurze Zusammenfassung.

Elemente eines Katalogs 2.0

  • Funktionen
  • – RSS-Feeds und E-Mail-Benachrichtigungen
    – Tagging (Tags, Folksonomie, Tag-Bundles, facettierte Tags)
    – Kommentierung und Bewertung von Medien
    – Visuelle Standortanzeige
    – Personalisierung des Online-Katalogs

  • Inhalte
  • – Zusatzinformationen aus dem Medium selbst
    – Verlinkungen und Mashups

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Kataloganreicherung / User-created content – oder: wieso funktioniert mein OPAC nicht wie Amazon?

In ihrer Diplomarbeit beschäftigt sich Nadia Ebeid mit der Frage: wieso funktioniert mein Bib-Katalog eigentlich nicht wie Amazon? Wie Katrin und ich auch schon festgestellt haben ist es oft so, dass man zuerst bei Amazon.de nach guten/verwandten Büchern recherchiert und man dann bei OPAC schaut, ob das Buch auch in seiner Bib vorhanden ist. Es fehlt noch immer ein Tool, das alle Funktionen verbindet. Folgende Funktionen findet Ebeid in ihrer Diplomarbeit heraus, die ein besseres Finden von Büchern ermöglichen:

  • Tagging: Zusätzlich zur Verschlagworten der Bücher duch Bibliothekare können Nutzer den Bücher Tags geben
  • Mashups: Inhalt und Funktionalitäten werden aus anderen Datenquellen geholt (z.B. Rezensionen von Amazon.de, online Versionen)
  • Bewertungen und Rezensionen durch Nutzer (ABER: wenig Akzeptanz durch Katalognutzer und die Qualität der Beiträge ist schwer zu überwachen)
  • RSS-Feeds für Neuzugänge
  • Exportieren von Titeln in eigene Literaturverzeichnisse (mit richtiger Zitiertechnik)
  • Autocomplete und Rechtschreibprüfung bei der Suche
  • Empfehlungslisten, die thematisch generiert werden (nicht wie bei Amazon nach Kaufverhalten, da sonst bestimmte Bücher außen vor gelassen werden und immer weiter in den Hintergrund rücken)
  • von Nutzern angelegte Literaturlisten
  • Ausleihfrequenz und Nutzerverhalten (Dauer der Ansicht eines Titels)
  • Drilldowns (nachträgliches Einschränken der Trefferliste)
  • und natürlich gescannte Inhaltsangaben, bibliografische Angaben

Auf einzelne Funktionen geht Ebeid anhand ausgewählter Beispiele ein. Folgende OPACs werden näher besprochen: beluga Hamburg, HEIDI-OPAC in Heidelberg, XOPAC und BibTip in Karlsruhe, KUG Köln, UB Mannheim.



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