Information Visualization – beyond the horizon
Chaomei Chen

Nach Chen haben Informationsvisualisierungen zwei Aufgaben: sie sollen strukturieren und repräsentieren.

Bei der Navigation durch große Informationsmengen, helfen oft cognitive maps. Sie können dem Nutzer die Zusammenhänge zwischen den Informationen näherbringen. Nutzer müssen die Struktur der gesamten Informationen kennen, um sich zu recht zu finden.

In seinem Buch stellt Chen unterschiedliche Möglichkeiten vor, wie man Probleme bei der Informationsvisualisierung umgehen kann.

Um Verknüpfungen darzustellen, nutzt man zum Beispiel die Technik der Semantic Distance (inhaltliche Zsh. über die räumliche Entfernung) oder multidimensional Scaling (inhaltliche Zsh. über Stärke der Verknüpfungslinien).

Um Datensätze übersichtlicher darzustellen nutzt man Cluster, deren Anzahl vorher bestimmt sein kann.

Über Pathfinder wird versucht Redundanzen bei den Verknüpfungslinien zu umgehen. Die Pathfindertechnik umfasst mehrere Möglichkeiten bei der Informationsdarstellung:

  • Es werden z.B. Schwellenwerte festgelegt; die Stärke der Verknüpfung muss über diesem Wert liegen, dass die Verknüpfung angezeigt wird.
  • Es werden Verknüpfungen eliminiert, die über ein anderes Dokument stärker verknüpft sind
  • Referenzpunkte

Chen erläutert drei Möglichkeiten, dem Nutzer einerseits eine Übersicht zu geben und andererseits Details anzuzeigen:

  • Überblick & Details trennen (Problem wenn Nutzer zwischen beiden Ansichten switchen will)
  • Zoomen (Problem, da Context zeitweise ausgeblendet ist)
  • Kontext & Details gemeinsam anzeigen, aber in unterschiedlichen Darstellungsformen (Nutzer verliert den Überblick wenn er ständig zwischen den Blickwinkeln switcht)

In einem weiteren Kapitel geht Chen näher auf die grundlegende Wahrnehmung des Nutzers ein. Er behandelt einerseits preattentive Processing und Change Blindness.  Er stellt überdies Studien über 2D – 3D Visualisierungen vor.

Wichtige Ansätze:
Dillon et al. (1990) weist darauf hin, dass wenn Nutzer sich in der Tiefe einer Baumstruktur verlieren, nicht einen Schritt zurück , sondern zum Anfang der Baumstruktur gehen. Sie verschaffen sich einen neuen Überblick wie auf eine Landkarte.