Designign for Search:
Making Information Easy to Find

In diesem Paper greifen die Autoren unter anderem das berrypicking model von Marcia Bates (1999) auf. Dieses Modell besagt, dass die Informationssuche ein fortdauernder Prozess ist.
Das Paper liefert für uns interessante Erkenntnisse im Bereich Suchbegriffeingabe, Suchprozess und Trefferauswahl:

  1. Häufigkeit der Suchbegriffe
  2. Das Paper liefert ausserdem das Ergebnis, dass
    – es wenige populäre Suchbegriffe gibt, die fast jeder bei der Suche eingibt
    – es sehr viele Begriffe gibt, die nur selten benutzt werden
    – populäre Suchbegriffe konstant bleiben

    search_terms

    Wiggins (2002) betont, dass genau die am häufigsten genutzten Schlagworte zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen sollten.

  3. Ständiges Wechseln zwischen Suchen und Stöbern
  4. Tests liefern den Beweis, dass Nutzer während eines gezielten Suchprozesses auch Stöbern und umgekehrt. Dem Nutzer muss also die Möglichkeit gegeben werden, nach einer Eingabe eines Suchbegriffes weiterzustöbern.

  5. Scannen der Trefferliste
  6. Eine Eye-Tracker Studie hat ergeben, dass der Nutzer nur die ersten 3 bis 4 Treffer ansieht, vorausgesetzt in diesen Treffern sind passende dabei.
    eyetracker_treffer

Übertragen auf unsere Arbeit, bedeutet das, dass die Bibliothek eine monatliche Auflistung von benutzten Suchbegriffen erhalten sollte. Danach könnte die (zukünftige) Verschlagwortung angepasst werden. Ein Tracking von verwendeten Suchbegriffen wäre auch denkbar, bevor die Bibliothekare den Bestand verschlagworten. An den Tracking-Ergebnissen sieht man z.B. ob der Nutzer eher Design oder Gestaltung als Suchbegriff verwendet.