Archived entries for Theorie Multitouch

Vor- und Nachteile von Multitouch

Nachteile

  • Schwierigkeiten bei der Texteingabe, da das haptische Feedback fehlt und eine Tastatur rel. viel Screenfläche bedeckt
  • Verunreinigung / Zerkratzen der Oberfläche und dadurch mangelnde Hygiene bzw. sinkende Funktionsfähigkeit
  • unbeabsichtigte Eingabe durch Berühren (Lösung SimPress: Technik erkenn Abkippen des Fingers)
  • Ermüdung durch ausstrecken der Hand
  • Ausrichtung bei Multi-Usern problematisch
  • keine haptische Rückmeldung (Lösung Tangible User Interface: Physikalische Objekte als anfassbare Schnittstelle)
  • Lichtverhältnisse beeinflussen die Lesbarkeit auf Hochglanzdisplays (Spiegelung)
  • Hand verdeckt Teile des Screens
  • unpräzise Eingaben
  • kein Hover möglich

Das waren jede Menge Nachteile. Es sprechen aber auch ganz viele Punkte für Multitouch:

Vorteile

  • intuitive Bedienung, da Gesten aus der realen Welt in die interaktive übertragen werden
  • gesteigerte Gruppendynamik, da man an einem Tisch arbeiten kann
  • gegenseitige Inspiration
  • sinkende kognitive Anstrengung
  • durch verkürzte Zeit bei der Aufgabendurchführung kommt man schneller ans Ziel
  • größere Darstellung möglich
  • Spaß
  • keine weitere Hardware notwengid
  • attraktives Erscheinungsbild (z.B. könnte es den eher verstauben Ort „Bibliothek“ beleben)
  • schnelle Eingabe zum Nachteil der Genauigkeit

Neue Multiouch Beispiele

Bei der Recherche hab ich noch interessante Multitouch-Anwendungen entdeckt. Auffällig ist, dass die meisten Anwendungen für Messen konzipiert sind, oder nur experimentelle Projekte sind. Multitouch-Tables werden selten im Alltag eingesetzt. Das ist ausbaufähig. Deshalb auch unser Thema…

Anwendung, um Schriften besser zu finden

BumpTop 3D Desktop Prototype
Ausweitung der Desktop-Metapher mit interessanten Slides und inspirierender Menüführung.

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Fiducials Generator

Damit Studenten identifiziert werderden können, dachten wir an ein Fiducial auf der Rückseite des Studentenausweises. Ob sich das in der Größe realisieren lässt ist noch nicht geklärt. Wenn nicht, bekommt jeder Student einen extra Bibliotheksausweis im dafür notwendigen Format. Die Fiducials kann man sich mit einem openSource Generator generieren lassen. 2697840801_2af31176cb_m

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Haptisches Feedback bei der Texteingabe

Malte Weiss und RWTH Aachen haben ein sog. Slap Book entwickelt. SLAP = Silicone Illuminated Active Peripherals. Eine Silikon-Tastatur ermöglicht, dass die Texteingabe auf Multitouch Tables auch haptisch erlebbar wird. Die Tastatur ist durchsichtig und kann an jede beliebige Stelle des Screens positioniert werden. Dadurch, dass sie durchsichtig ist, werden Inhalte nicht verdeckt. An der Unterseite des Slaps sind Markierungen, die von der IR-Kamera als solche erkannt werden.

Principles and Applications of Multitouch
Interaction (Tomer Moscovich)

Als großen Vorteil einer Multitouch-Eingabe sieht Moscovich die Möglichkeit mehrere Aktionen gleichzeitig auszuführen (z.B. skalieren, rotieren und verschieben). Basierend auf Studien von Zhai und Balakrishnan, die sagen, dass die Eingabe mit mehreren Fingern aber einer Hand die Leistung steigern würden, stellt Mascovich unterschiedliche Hypothesen auf und testet sie. Er stellt sich die Frage, ob eine mehrhändige Eingabe wirklich besser ist, als eine einhändige. Continue reading…

Precise Selection Techniques for Multi-Touch
Screens (Benko & Baudisch)

Bei multitouch Eingaben ist der Finger oft zu groß, um präzise Eingaben zu machen. Im veröffentlichen Paper erklären Benko und Baudisch unterschiedliche Zwei-Finger-Methoden um dieses Problem zu umgehen. In div. Tests haben sich einige dieser Methoden als weniger nützlich erwiesen, während  die Dual-Finger-Stretch-Methode bei den Nutzern sehr positiv abgeschnitten hat. Continue reading…

Nachtrag: Was ist Multitouch und wie funktioniert’s?

Um mit einem Computer und seinem Anwendungsprogram zu kommunizieren, wird eine Schnittstelle benötigt. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle ist die zwischen Mensch und Maschine. Die Schnittstelle bestimmt die Art wie der Mensch Anweisungen an die Maschine übergibt und wie es die Maschine ausgibt.
Multitouch vereint Ein- und Ausgabegerät. Der Nutzer gibt etwas auf dem Screen ein und er erhält die Ausgabe direkt auf demselben Screen.

Wie funktioniert’s im Groben?

Der Tisch muss irgendwie die Berührungspunkte scannen. Das macht er, indem er den Tisch mit IR- Licht bestrahlt. Wenn ein Finger den Tisch berührt werden IR Strahlen nach unten reflektiert. Unter dem Tisch ist eine Kamera installiert, die duch einen Infrarot-Pass-Filter nur IR-Licht aufzeichnet (sog. Blobs). Die Software meldet die Position des Fingers an das MT-Programm und dieses spielt nun ein Video ab. Hier gehts zu den genauen Techniken.

Bock, selbst einen zu bauen? Dann mach es den Gmündern nach 😉

Zum Tracken gibt es mittlerweile mehrere Softwares. Die bekanntesten sind VVVV und TBeta (von NUI Group)

Texteingabe auf Multitouch-Tischen
(BA Patrick Bader)

Die Texteingabe auf Multitouch-Tischen ist ein noch ungelöstes Problem. Zum einen nimmt eine normale Tastatur einen großen sichtbaren Bereich auf dem Screen ein und zum anderen fehlt dem Nutzer ein taktiles Feedback.

Patrick Bader hat in seiner Bachelor-Thesis zu diesem Problem eine Lösung gesucht (und gefunden?). Wesentliches Merkmal seiner Tastatur ist, dass sich die Form und die Lage der Tastatur an die Proportionen und Position des Nutzers anpassen soll. Die BA mit Extract liegen in der Dropbox.

Interessant in diesem Zusammenhang ist das von Apple angemeldete Patent 2007 zu taktilen Multitouch Tastaturen. Apple stellt drei verschiedene Möglichkeiten vor:

  • Erhebungen auf der Oberfläche
  • eine glatte Oberfläche, die ihre Beschaffenheit verändern kann. Unter dem Screen ist ein Raster, das erst dann nach oben fährt und die Oberfläche verändert, wenn Texteingabe erforderlich ist
  • eine sich leicht verformende Oberfläche an der Stelle der Tastatur (vgl. Arbeit von Silke Hilsing)

Zur Erklärung des Patentantrages.

Bachelor-Thesis Carina Dubb (Konzeption von
innovativen Touch-Bedien- und Anzeigeelmenten
für numerische Eingabe in Industrieumgebungen
unter Berücksichtigung von Usability-Aspekten)

Carina Dubb führt zunächst in die Technologie der Touch-Screens ein. Sie zeigt in ihrer Arbeit Vor- und Nachteile dieser Schnittstelle auf. Im Anschluss daran erläutert sie Aspekte, die bei der Gestaltung der Benutzungsschnittstelle beachtet werden müssen: Gestaltungsrichtlinien, Direktmanipulation, Psychologische Aspekte und Gestaltungsrichtlinien für Touch Screen.

In ihrer Arbeit entwickelt sie neue Touch-Bedien- / Anzeigeelemente. Dazu schreibt sie eine Analyse:
Sie
–    analysiert die Benutzer (Nutzungskontextanalyse) und deren Aufgabe
–    erstellt Personas
–    analysiert die Ist-Situation, d.h. sie klärt, was die Eingabe können muss
–    recherchiert bekannte Bedienelemente (Buttons, ….)
–    überträgt bekannte Elemente auf den Touch-Screen (sie zieht dabei bekannte Eingabemöglichkeiten in Betracht)

Daran im Anschluss kommen Grob- bzw. Feinkonzept. Sie rundet ihre Arbeit mit einer Evaluation ab.

Interessant für die Touch-Screen-Technik und später für die Interfacegestaltung. Die Arbeit und die Zusammenfassung liegen in der Dropbox.

Videos interessanter Multitouch Anwendungen

Maeve-Projekt von der FH-Potsdam
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