Archived entries for Theorie Suchstrategien

Designign for Search:
Making Information Easy to Find

In diesem Paper greifen die Autoren unter anderem das berrypicking model von Marcia Bates (1999) auf. Dieses Modell besagt, dass die Informationssuche ein fortdauernder Prozess ist.
Das Paper liefert für uns interessante Erkenntnisse im Bereich Suchbegriffeingabe, Suchprozess und Trefferauswahl:

  1. Häufigkeit der Suchbegriffe
  2. Das Paper liefert ausserdem das Ergebnis, dass
    – es wenige populäre Suchbegriffe gibt, die fast jeder bei der Suche eingibt
    – es sehr viele Begriffe gibt, die nur selten benutzt werden
    – populäre Suchbegriffe konstant bleiben

    search_terms

    Wiggins (2002) betont, dass genau die am häufigsten genutzten Schlagworte zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen sollten.

    Continue reading…

Web Information Retrieval –
Technologien zur Informationssuche im Internet –
Dirk Lewandowski

In diesem Buch gibt es für uns einige interessante Hinweise auf das Nutzerverhalten im Umgang mit Suchmaschinen im Internet. Weiterhin werden Ansätze diskutiert wie Suchmaschinen in Zukunft verbessert werden können.

Nutzerverhalten

  • Die Auswertung der Nutzerumfrage sowie von 400 zufällig gewählten Anfragen aus dem query log ergab, dass sich die Anfragen der AltaVista-Nutzer zum Untersuchungszeitpunkt folgendermaßen aufteilten: zwischen 20 und 24,5 Prozent der Anfragen waren navigationsorientierte Anfragen, zwischen 39 und 48 Prozent informationsorientiert und zwischen 22 und 30 Prozent transaktionsorientiert. [nach Broder, A. (2002): A taxonomy of web search. SIGIR Forum 36(2). http://www.acm.org/sigir/forum/F2002/broder.pdf [12.7.2004]]
  • Continue reading…

Grundbegriffe des Information Retrieval –
Wolfgang G. Stock

In seinem Buch Information Retrieval erklärt Wolfgang G. Stock im 5. Kapitel die Grundbegriffe des Information Retrieval.

Informationsbedarf vs. Informationsbedürfnis
Von Informationsbedarf ist immer dann die Rede wenn objektiv das Fehlen gewissen Informationen gemeint ist. Von Informationsbedürfnis wird hingegen gesprochen wenn die konkrete Situation beim suchenden Subjekt betrachtet wird.

CIN vs. POIN
Von einem Concrete Information Need (Faktenfrage) ist immer dann die Rede wenn der Informationsbedarf konkret ist und durch das Finden einer einzelnen Information befriedigt wird. Wird der Informationsbedarf nicht durch eine einzelne Information gedeckt, sondern sind viele Informationen notwendig, die gesammelt werden müssen, so spricht man von einem Problem Oriented Information Need (Problemorientierte Frage).

Continue reading…

Personalisierung der Internetsuche –
Lösungstechniken und Marktüberblick
Kai Riemer, Fabian Brüggemann

In diesem Kapitel des Handbuch Internet-Suchmaschinen von Dirk Lewandowski beschäftigen sich Riemer und Brüggemann mit der Personalisierung des Suchprozesses. Dabei geben sie eine Übersicht darüber welche Probleme Nutzer bei der Suche haben und welche Möglichkeiten bei der Personalisierung zur Verfügung stehen.

Probleme der Nutzer
Nutzerprobleme
Demnach haben die Nutzer das erste Problem schon dabei die richtige Suchmaschine aus den vielen zur Verfügung stehenden auszusuchen. Das nächste Problem ergibt sich bei der Formulierung der Suchanfrage, die oftmals nicht konkret genug ist und nicht optimiert wird. Dann ergibt sich ein Problem bei der Auswertung der Treffer weil die meisten Benutzer nur die erste Seite der Trefferlisten ansehen.

Personalisierungsverfahren
Personalisierung
Bei der Personalisierung der Suche machen Riemer und Brüggemann auf drei Typen der Personalisierung aufmerksam: Personalisierung der Suchverfahren, der Suchmaschine und des Sucherlebnisses. Die einzelnen Möglichkeiten der Personalisierung sind in der Tabelle oben zusammengefasst und werden in dem Kapitel in ihrer Funktionsweise näher beschrieben. Dieses muss allerdings in dem PDF nachgelesen werden (markierte Bereiche), da es hier zu ausführlich ist.

Visualisierungen bei Internetsuchdiensten –
Thomas Weinhold, Bernard Bekavac, Sonja Hierl,
Sonja Öttl, Josef Herget

In diesem Kapitel von Dirk Lewandowskis Handbuch Internet-Suchmaschinen geht es um die Visualisierung von Ergebnislisten. Dabei werden aktuelle Suchdienste mit visueller Ergebnispräsentation untersucht.

Zuerst beschreiben die Autoren die Grundlagen der Ergebnisvisualisierung. Dabei stellen sie heraus, dass der Mehrwert in der Visualisierung komplexer Sachverhalte und Datenstrukturen darin liegt dem Nutzer Zusammenhänge sichtbar zu machen, so dass er ei Fazit daraus ziehen kann. Auf dem Weg dorthin müssen die Daten die Visualisierungspipeline durchschreiten. Diese setzt sich aus dem Filtering (Interpolation, Sampling, Clustering), dem Mapping (Wahl einer geeigneten Visualisierungstechnik mit Berücksichtigung von Farben und Formen) und dem Rendering (Erzeugung des Bildes) zusammen. Die Autoren stellen auch fest, dass die gestiegenen Nutzerbedürfnisse im Bereich des explorativen Information Retrieval die steigende Anzahl der visuellen Ergebnispräsentationen beeinflusst. Dabei erklären sie, dass der Nutzer oftmals ein allgemeines Interesse an einem Thema hat, welches er weiter vertiefen möchte, und seine Fragestellung eher vage ist. Für Suchmaschinen mit visueller Ergebnispräsentation gibt es, laut den Autoren, zwei unterschiedliche Typen. Zum einen gibt es Suchmaschinen, die mit der Visualisierung eine Hilfestellung im Retrievalprozess geben, und zum anderen gibt es Suchmaschinen, die mit der Visualisierung einen bestimmten Zweck ermöglichen. Dabei ist der Typ der Visualisierung entscheidend und vom konkreten Anwendungskontext abhängig.

Viele Beispiele für visuelle Suchmaschinen folgen. Continue reading…

Universal Search – Sonja Quirmbach

In diesem Buchkapitel aus Dirk Lewandowskis Handbuch Internet-Suchmaschinen beschäftigt sich Sonja Quirmbach damit wie dem Nutzer Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen zusammen präsentiert werden können und sollten. Zu diesen Suchergebnissen aus anderen Quellen können Nachrichten, lokale Ereignisse mit Kartenausschnitten, Bilder, Musik (komplette Alben und populäre Tracks), Aktienkurse, Videos, Blogs und Produktlinks gehören.

Hierbei spielt, laut Quirnbach, das Phänomen der „Tab-Blindness“ eine entscheidende Rolle. Das besagt, dass Links, die oberhalb der generierten Suchergebnisse präsentiert werden, vom Nutzer einfach übersehen werden auch wenn sie diesen in der Suche entscheidend voran bringen könnten. Sie stellt fest, dass es für die Einbindung dieser Daten zur Zeit zwei Konzepte gibt: die Präsentation der Daten außerhalb der Ergebnisliste und die Präsentation innerhalb der Ergebnisliste.

Continue reading…

Standards der Ergebnispräsentation –
Lewandowski/Höchstötter

Dieses Kapitel aus dem Handbuch Internet-Suchmaschinen beschäftigt sich mit der Ergebnispräsenation von Suchmaschinen. Dabei stellen die Autoren fest, dass die bisherigen Ergebnispräsentationen einerseits das Nutzerverhalten prägen und andererseits auf das Nutzerverhalten reagieren.
Als erstes stellen Lewandowski und Höchstötter die Elemente der Trefferseiten vor. Dabei unterteilen sie die Ergebnisseiten in einen sichtbaren und einen unsichtbaren Teil. Der unsichtbare Teil ist dabei der Teil, der erst durch Scrollen des Nutzers zum Vorschein kommt. Weiterhin werden die Elemente auf einer Ergebnisliste – Anzeigen, Hinweise auf weiterführende Kollektionen, Shortcuts, direkte Treffer aus anderen Kollektionen, Vorschläge zur Einschränkung/Erweiterung der Suchanfrage und reguläre Treffer – genannt. Dieser werden im weiteren Verlauf des Kapitels genauer unter die Lupe genommen. Alle folgenden Aspekte sind Thesen, die von Lewandowski und Höchstötter aufgestellt werden.

Continue reading…

The design of browsing and berrypicking
techniques for the online search interface –
Marcia J. Bates

Marcia J. Bates stellt in diesem Artikel ihre Theorie des „Berrypicking Model“ vor, die auch in der Diplomarbeit von Sven Frankmölle erwähnt und erläutert wird. Dafür betrachtet sie erst das klassische Information Retrieval Model und stellt dann ihr eigenes Berrypicking Modell vor. Dieses orientiert sich viel mehr am Suchverhalten der Nutzer einer Suchmaschine als das klassische Modell. Danach werden Suchstrategien (footnote chasing, citation searching, journal run, area scanning, subject searches in bibliographies and abstracting and indexing services, author searching) nach Ellis und Stoan dargestellt. Danach erläutert Marcia J. Bates wie die Suchstrategien in einem Interface, das das Berrypicking Modell unterstützt, umgesetzt werden können bzw. welche Features dem Nutzer an die Hand gegeben werden sollten.

Die entscheidenden Stellen des Dokuments sind im PDF farblich gekennzeichent.

Where should the person stop and the information
search interface start? – Marcia J. Bates

Dieser Artikel ist die Grundlage für die in Sven Frankmöllers Diplomarbeit erläuterten Theorie von Marcia J. Bates zum Thema Suchaktivitäten und Systemintegration. Moves, Taktiken, Stratageme und Strategien werden hier beschrieben. Ebenso werden die verschiedenen Level der Systemintegration und aus beiden folgenden Empfehlungen dargestellt.

Wichtige Stellen sind im PDF in der Dropbox farbig markiert.

Entwicklung eines Konzeptes für einen
Recherchearbeitsplatz am Beispiel des
Fachportals Pädagogik – Marion Sievers

In ihrer Masterarbeit beschäftigt sich Marion Sievers mit dem fachportal-paedagogik.de. Sie beschreibt zunächst die Geschichte des Information Retrieval und geht anschließend näher auf die Modelle der Informationssuche ein. Dabei beschreibt sie einmal das Modell nach Ellis und das Modell nach Kuhlthau. Ellis hat demnach sechs Kategorien (Starting, Chaining, Browsing, Differentiating, Monitoring und Extracting) der Information Behaviour festgelegt. Kalbach erweitert Ellis Theorie noch um die Kategorie Searching und Meho und Tibbo erweitern das Modell noch um die Kategorie Information Managing. Dann werden für die Funktionsmerkmale für die Kategorien erläutert. Dann werden Kuhlthaus Phasen des Suchprozesses erläutert. Sie zerlegt die Suche in sechs Phasen (Initiation, Selection, Exploration, Formulation, Collection und Presentation).
Anschließend analysiert Sievers das Fachportal, stellt Szenarien zur Suche in diesem Portal vor und präsentiert eine qualitative Befragung zum Thema. Im Anschluss werden Beispiellösungen von bestehenden Informationssystemen vorgestellt um letztendlich ein Gestaltungskonzept für das fachportal-paedagogik.de entwickeln.

Achtung
Interessant können vor allem die Auswertung der qualitativen Interviews für unsere weitere Arbeit sein. Diese sollten nochmal durchgelesen werden in der Konzeptions- und Gestaltungsphase. Ebenfalls sind die bereits vorhandenen Lösungen anderer Informationssysteme interessant. Hier werden bereits viele Hinweise zur Lösung diverser Probleme vorgestellt.

Ein Extract für den Theorieteil dieser Masterarbeit befindet sich in der Dropbox.



Copyright © 2004–2009. All rights reserved.

RSS Feed. This blog is proudly powered by Wordpress and uses Modern Clix, a theme by Rodrigo Galindez.