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ISO 9241 – Teil 151:
Leitlinien zur Gestaltung von
Benutzungsschnittstellen für das WWW

In diesem Teil der ISO 9241 geht es explizit um Benutzungsschnittstellen für das World Wide Web. Dabei werden die Bereiche Gestaltung und Inhalte, Navigation und Suche und Darstellung der Inhalte behandelt.

Alle diese Bereiche sind sehr speziell auf Websites bezogen. Dabei können wir vielleicht die ein oder andere Richtlinie später für uns zitieren um unsere Entscheidungen zu begründen. Am interessantesten für uns ist der behandelte Bereich Suche für uns. Deshalb hier die Leitlinien zur Suche:

  • Suchfunktionen
    – für die Ziele der Nutzer geeignete Suchfunktion anbieten
    – einfache Suchfunktion anbieten
    – erweiterte Suche ermöglichen
    – Volltextsuche möglich machen
    – Suchtechnologie beschreiben damit Nutzer wissen wie sie ihre Suche am besten formulieren sollten
    – Größe des Eingabefeldes sollte eine normale Sucheingabe möglich machen
    – Aktivierungstaste für die Suche sollte zur Verfügung stehen
    – fehlertolerante Suche
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ISO 9241 – Teil 110:
Grundsätze der Dialoggestaltung

In diesem Teil der ISO 9241 „Ergonomie der Mensch-System-Interaktion“ werden die Grundsätze der Dialoggestaltung festgelegt. Vorher werden allerdings die Begriffe Nutzungskontext, Dialog, Dialoganforderung, Ziel, interaktives System, Arbeitsaufgabe, Benutzer und Benutzungsschnittstelle definiert. Dann folgen die sieben Grundsätze:

  • Aufgabenangemessenheit
    Ein interaktives System ist aufgabenangemessen, wenn es den Benutzer unterstützt, seine Arbeitsaufgabe zu erledigen, d.h., wenn Funktionalität und Dialog auf den charakteristischen Eigenschaften der Arbeitsaufgabe basieren, anstatt auf der zur Aufgabenerledigung eingesetzten Technologie.
  • Selbstbeschreibungsfähigkeit
    Ein Dialog ist in dem Maße selbstbeschreibungsfähig, in dem für den Benutzer zu jeder Zeit offensichtlich ist, in welchem Dialog, an welcher Stelle im Dialog sie sich befinden, welche Handlungen unternommen werden können und wie diese ausgeführt werden können.
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Visuelle Exploration digitaler Datenbestände –
Harald Reiterer

In diesem Paper stellt Harald Reiterer allgemeine Erfahrungen bei der Konzeption und Entwicklung von Wissensmedien (Knowledge Media) zusammen. Dabei werden erst allgemeine Inhalte besprochen bevor das System VisMeB vorgestellt und erläutert wird.

Von digitalen Datenräumen zum Wissen

  • Der Prozess der Wissensverarbeitung kann nach Reiterer grob in vier Phasen unterteilt werden. Diese sind die Informationsbeschaffung (Suche/acquire information), die Auswertung und Aufbereitung der Daten (Zusammenführen von verschiedenen Datenquellen, Extrahieren der Informationen aus den Daten/make sense of it), das Erstellen eines neuen Wissensartefakts (ein neues Buch, ein neuer Vortrag/create something new) und die Weiterverarbeitung des neues Wissensartefakts (Halten eines Vortrags/act on it)
  • Ein außerhalb des (digitalen) Arbeitsplatzes des Wissensverarbeiters (Information Workspace) liegender Bereich wird oft als Informationsraum (Infosphere) bezeichnet.
  • Innerhalb des Workspace spielen sogenannte visuelle Wissenswerkzeuge (Visual Knowledge Tools) eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um spezielle Werkzeuge, die vor allem bei der Auswertung und Aufbereitung von Daten helfen, in dem sie bestimmte visuelle Schemata anbieten, die beispielsweise einen schnellen Vergleich von Daten oder das Erkennen von Ähnlichkeiten bzw. Besonderheiten innerhalb eines Datenbestandes ermöglichen.

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Zoombasiertes Interaktionskonzept für die Suche
in großen, heterogenen Bilddatenbanken –
Fredrik Gundelsweiler, Harald Reiterer

In diesem Paper beschäftigen sich Gundelsweiler und Reiterer mit der Suche in Bilddatenbanken. Dafür werden erstmal bereits bestehende Bildsuchmaschinen analysiert. Dann werde Folgerungen aus der Analyse gezogen und später werden Ansätze für eine neuartige Bildersuche vorgestellt.

Die beiden Autoren stellen fest, dass es eine Menge von Theorien zur Informationssuche gibt. Allen Theorien ist aber gemein, dass die Suche meistens ein iterativer Prozess ist, die in ihrem Verlauf immer weiter verfeinert wird. Dann wird festgehalten, dass es eine explorierende Suche zum Verschaffen eines Überblicks gibt, genauso wie eine zielgerichtete Suche. Aus den beiden Feststellungen leiten die Autoren ab, dass der Nutzer die Suche immer beeinflussen können sollte. Des Weiteren wird erläutert, dass sich zoombasierte Interfaces besonders eignen damit sich der Nutzer ein Bild vom virtuellen Informationsraum machen kann. Dieses entspräche dann dem Verhalten in der realen Welt. Zur Untersuchung geht man an ein Objekt heran, verändert dann seinen Standpunkt und untersucht das nächste Objekt (zooming & panning).

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MedioVis – Uni Konstanz
unter der Betreuung von Harald Reiterer

MedioVis ist eine visuelle Suchmaschine für digitale Bibliotheken und Kataloge. Sie steht als Projekt in der Unibibliothek in Konstanz und wird dort getestet und stetig weiterentwickelt. Unter der Betreuung von Harald Reiterer arbeiten viele Leute an der Weiterentwicklung und Verbesserung von MedioVis. Deshalb gibt es jetzt hier eine Zusammenfassung aus vier Papers zu MedioVis.

Zunächst werden neun Designprinzipien eingeführt, die MedioVis hinterher umsetzen soll und will. Als Designprinzipien aus der Mensch-Computer-Interaktion wäre da Erlernbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, Hedonische Qualität und Anpassbarkeit. Diese Prinzipien sind teilweise in der DIN ISO 9241 festgeschrieben.
Designprinzipien, die aus der Erfahrung der Konzeption von visuellen Suchmaschinen resultieren sind die folgenden. Der Nutzer sollte bei der Suchanfrage unterstützt werden. Dabei sollte er keine boolschen Operatoren verwenden müssen. Dann sollte dem Nutzer zuerst ein Überblick über den Informationsraum gegeben werden, ganz nach Shneidermans Mantra „overview first, zoom and filter, an then details on demand“. Damit der Nutzer seine Suche weiter verfeinern kann, sollten ihm Filtermöglichkeiten geboten werden. Dabei kann es sich um visuelle und textuelle Filtermöglichkeiten handeln. Der Informationsumfang soll den Benutzer bei einer Suche nicht überlasten. Idealer Weise kann der Nutzer diesen sogar selbst steuern. So kann vermieden werden, dass der Benutzer sich verliert und zwischen Details und Übersicht hin- und herswitchen muss. Und zum Schluss sollten dem Nutzer Vergleichsmöglichkeiten angeboten werden, damit er das Informationsangebot gut durchsuchen kann.

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Information Visualization – Perception for Design
Colin Ware

In einem Kapitel seines Buches, schreibt Colin Ware, wie man mit Visualisierungen interagieren kann:

1. Two-Handed Interaction
Guiard’s kinematic chain theory (1987) sagt, dass die linke Hand eine Referenz auf alle Bewegungen sei, die mit der rechten Hand ausgeführt werden. Das Auge erkennt, je weiter man die rechte Hand von der linken wegbewegt, umso größer wird das Bild skaliert.

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Interaktionsdesign – Michael Herczeg

In diesem Buch beschreibt Michael Herczeg die Grundlagen des Interaktionsdesigns. Ein Extract liegt in der Dropbox. Das ganze Buch ist nur Theorie und sicherlich hilfreich für die Einordnung unseres Systems im Interaktionsdesign.

Im ersten Kapitel führt er in die Problemstellung ein.

Im zweiten Kapitel beschreibt er die Modelle und Theorien für Mensch-Computer-Systeme. Hier werden kommunikationsorientierte Systeme und handlungsorientierte Systeme genauer betrachtet. Bei unserem System wird es sich um ein handlungsorientiertes System handeln.

Im dritten Kapitel werden die Systemparadigmen für Mensch-Computer-Systeme erläutert. Diese beruhen auf den Konzepten der Basismodelle aus dem zweiten Kapitel. Zu den Systemparadigmen gehören Kommunikationspartner, Handlungsräume, Mediale Systeme und eingebettete Systeme. Bei unserem System wird es sich später um ein Mediales System handeln, da der Benutzer in Informationsräumen die Informationen suchen und finden wird.

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Visual and physical interaction design for
information services – Werner A. König

Werner A. König beschäftigt sich in seinem Paper mit dem Interaktionsdesign für Informationsdienste. Dabei stellt er vier essentielle Prinizipien für die Gestaltung von Informationssuchsystemen auf:
1. Mehrere Wege eine Suchanfrage zu formulieren
Weil der Nutzer sein Informationsbedürfnis nicht immer präzise formulieren kann, sollten ihm möglichst mehrere Wege angeboten werden um die Suchanfrage zu formulieren, z.B. Suchanfragen-Vorschau (visual query preview), Anfragenerweiterungstools und –verfeinerungstools (query expansion and refinement techniques).
2. Unterstützung unterschiedlicher Suchstrategien
Weil Nutzer beim analytischen und beim stöbernden Suchen unterschiedliche Strategien benutzen sollten Explorationsmöglichkeiten eingebaut werden, die beide Strategien unterstützen, z.B. Sortierungsmöglichkeiten (sorting possibilities) oder Filtermöglichkeiten (textual filtering possibilities) für analytisches Suchen und Zoom-Möglichkeiten (semantic zooming) zum explorierenden Suchen. Diese Dinge wurden berücksichtigt mit HyperGrid in MedioVis.
3. Zugriff auf möglichst viele verschiedene Informationsaspekte
Weil ein Buch mehr Informationen umfasst als den Buchtitel und den Autor, sollte dem Nutzer ermöglicht werden auf möglichst viele verschiedene Informationsaspekte zugreifen zu können. Dabei könnten die Beziehungen des Autors zu anderen Autoren wichtig sein oder die Periode in der das Buch geschrieben wurde. Dazu können auch MashUps oder Web 2.0-Anwendungen genutzt werden.
4. Suche als positives Erlebnis
Weil der Erfolg eines Produkts nicht mehr nur von seiner Funktionalität und Usability abhängt, sollte die Suche zu einem positiven Erlebnis gemacht werden. Dabei sollte das Augenmerk auf ästhetischer Gestaltung, Joy of Use und den anderen hedonischen Qualitäten liegen (Hassenzahl, 2000)

Anschließend fragt er sich welchen Mehrwert die digitalen Informationssuchsysteme gegenüber einem Besuch in der Bibliothek haben und ob sie diesen eventuell ersetzen können. Dabei macht König darauf aufmerksam, dass die Zusammenarbeit mit anderen durch die virtuellen Bibliotheken jedes einzelnen erleichtert werden könnte. Es können Zusammenhänge erkannt werden und sie können Diskussionsgrundlage sein. Hierbei liegt der Vorteil solcher virtuellen „Subbibliotheken“ darin, dass die Informationen mit anderen geteilt werden können.



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